der einfluss des menschen auf den mond

Oper von Klaus Lang (Musik) und Händl Klaus (Text)

»Das Ensemble stellt sich den ungewöhnlichen und anspruchsvollen Aufgaben mit schierer Leichtigkeit. Obwohl es keine Linien oder Bögen zum Aussingen gibt, kann Sarah Ferede dem Astronauten mit ihrem Mezzo leuchtende Wärme verleihen (...) Tobias Haaks unterstützt die Neugier des Briefträgers mit hell-strahlendem Tenor und Lukas Schmid die knorrige Köchin mit profundem Bass«
Christian Schütte auf opernnetz.de

Über Nacht ist Schnee gefallen; der Astronaut hat gut geschlafen. Noch schwindelt ihn, als er vors Haus tritt und in der unberührten Schneedecke die ersten Schritte tut wie unlängst auf dem Mond. Aus der Nachbarschaft eilt die Köchin herbei, um ihn mit fester Nahrung zu stärken; der Briefträger überhäuft ihn mit Post und eigenen Fragen, denn auch er will hinauf in die luftlose Landschaft, die der Astronaut vermessen hat. Dessen Ich hat sich dort oben kalt gespalten; als Mann im Mond strahlt es seither herab. Um den drängenden Briefträger auf die Mondverhältnisse einzustimmen, bringt ihn der Astronaut in die Wüste von Nevada, wo er Liegestütze zu stemmen hat: up and down, and up and down erschöpft man sich in der Grundbewegung der raumfahrenden Menschheit, während der Wüstenwind saust.
Händl Klaus

Klaus Lang, geboren 1971 in Graz, lebt als Komponist und Konzertorganist in Steirisch Laßnitz. Seit 2006 hat er eine Professur an der Musikuniversität Graz inne. Er erhielt Aufträge für viele internationale Festivals, darunter Steirischer Herbst Graz, Darmstädter Ferienkurse, Takefu Festival (Japan). Zu seinen Musiktheaterarbeiten zählen »stimme allein«, »königin ök«, »BUCH ASCHE.« (jeweils Oper Bonn), »kirschblüten. ohr.« (Hebbeltheater Berlin) und »architektur des regens.« (Biennale München).
Händl Klaus, 1969 in Tirol geboren, erhielt Auszeichnungen für den Erzählband »Legenden«, 2004 als bester Nachwuchsautor, 2006 als Dramatiker des Jahres (Theater heute) und 2008 für seinen Film »März«. 2007 wurden ihm der Große Literaturpreis des Landes Tirol, die Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg sowie der Welti-Dramatikerpreis der Stadt Bern verliehen.


Alle Vorstellungen beginnen mit einer zehnminütigen Einführung im Foyer.

Uraufführung / Auftragswerk
Premiere am 26.03.2011

Kleines Haus
75 Minuten, keine Pause

Musikalische Leitung: Sebastian Beckedorf
Inszenierung: Paul Esterhazy
Bühne und Kostüme: Claudia Doderer
Dramaturgie: Jens Neundorff von Enzberg

Mit:
Mann im Mond: Akiko Ito, Simone Lichtenstein
Astronaut: Sarah Ferede
Briefträger: Tobias Haaks
Köchin: Lukas Schmid, Lukas Schmid