Final Fiction

Tanzstück von Jan Pusch         
»Getanzte Lebensspuren
Jan Pusch erforscht in »Final Fiction« das Bild, das bleibt - grandiose Premiere im Staatstheater
(...) Pusch taktet das lebensprall und hart und raumgreifend im Rhythmus seiner schier unerschöpflichen Bewegungsfindung. Und die Compagnie tanzt das hochenergetisch, mit teils akrobatischer Präzision und stupender Synchronität. Das ist atemberaubend zu sehen und lässt einen fast etwas berauscht zurück.«
Andreas Berger in der Braunschweiger Zeitung vom 28.02.2011

Bruchstücke einer Biografie, Fragmente einer Weltanschauung, Blitzlichter einer Lebenshaltung – all die Momente, die großen Wünsche und die bitteren Enttäuschungen ebenso wie die alltäglichen kleinen wiederkehrenden Rituale, sie alle zusammen werden getragen von unserer Sehnsucht nach diesem einen ganz besonderen Leben, der Hoffnung auf ein Etwas, das mich zu diesem einen bestimmten Ich macht. Doch am Ende liegen die Erinnerungen in einem Leben herum wie Gegenstände in einer zurückgelassenen Wohnung. Wir geben unserem Leben Gestalt  und stehen dann doch vor versprengten Überbleibseln, dem Nichts oder dem großen Abrechner, der unsere Lebensutensilien als Ware unter den Hammer bringt. Selbst wenn ein Leben sich für einen Moment in den eigenen oder den Augen anderer nicht mehr nur als ein Mosaik lesen ließe, sondern als die Spur dieses einen ganz besonderen Menschen, hat dieses Bild noch Dauer, wenn das Fest vorüber ist? Welches Bild von uns bleibt bestehen? Bleiben wir die Erinnerung, die wir selber sein wollten? Wer werden wir gewesen sein?


Premiere am 26.02.2011

Großes Haus