Der Freischütz

von Carl Maria von Weber
Romantische Oper in drei Akten
Text von Johann Friedrich Kind (zum Teil nach der Volkssage »Der Freischütz«)
Auch in diesem Sommer wird Braunschweigs schönster Platz wieder zu einer einzigartigen Kulisse für einen grandiosen Opernabend unter freiem Himmel. Zwischen Dom, Burg und historischer Handwerkskammer präsentieren das Staatstheater Braunschweig und BS|ENERGY Carl Maria von Webers romantische Oper »Der Freischütz«.
Max liebt Agathe und Agathe liebt Max. Doch das ist nicht so einfach, wie es klingt. Um Agathe zu gewinnen, muss Max, wie es die Tradition vorschreibt, erfolgreich den Probeschuss absolvieren. Versagt er, verliert er Agathe für immer. Doch in der letzten Zeit trifft Max immer seltener sein Ziel. Verzweifelt gibt er sich in die Hand seines Konkurrenten Kaspar, um in der Wolfsschlucht magische Freikugeln zu gießen, die niemals ihr Ziel verfehlen – nur die letzte gehört dem »schwarzen Jäger« Samiel, der sie lenkt, wohin er will. Eben diese letzte Kugel bleibt Max für den Probeschuss.
»Der Freischütz« von 1821 war Webers größter Opernerfolg, Lange und hartnäckig war er mit dem Etikett »deutsche Nationaloper« behaftet. Das Stück jedoch ist weder eindimensionales Schauerdrama noch Ausdruck von Biedermeier-Idylle, Harmlosigkeit oder Deutschtümelei. Sein gesellschaftspolitischer Gehalt liegt in der Spiegelung seiner Zeit, die geprägt ist von der Auseinandersetzung zwischen Restauration und Reformbestreben.
Die von ihren Ängsten gequälte Agathe, der empfindsame Max – beide passen nicht in eine Gesellschaft, in der Glück und Zuversicht in eine nebulöse Traumwelt verbannt sind, in der soziale Kälte, Neid, Traditionshörigkeit und Zwang alles, Individualität, Menschenliebe und Toleranz aber nichts bedeuten.

Einführung am 08.08. um 12.00 auf dem Burgplatz. Das Leitungsteam der »Freischütz«-Inszenierung und Solisten des Ensembles geben Einblicke in Werk und Inszenierung. Zählkarten für die Einführung gibt es ab 05.08. an den Theaterkassen im Großen Haus, im Universum, Neue Straße 8 und auf dem Burgplatz.




Premiere am 14.08.2010

Burgplatz


Musikalische Leitung: Georg Menskes
Inszenierung: Andreas Baesler
Bühne: Harald B. Thor
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Dramaturgie: Daniela Brendel

Mit:
Ännchen: Moran Abouloff / Simone Lichtenstein
Agathe: Mária Porubcinová / Susanna Pütters
Max: Mark Adler / Tobias Haaks
Kilian: Steffen Doberauer
Kuno: Ernst Garstenauer
Samiel: Andreas Jäger
Kaspar: Dae-Bun Lee / Christian Veit Sist
Ottokar: Malte Roesner
Ein Eremit: Selçuk Hakan Tiraşoğlu