Der zerbrochene Schlüssel

von Bente Jonker
aus dem Niederländischen von Barbara Buri
»Zwei Kinder leben rechts und links eines Wäldchens und glauben den bösen Vorurteilen ihrer Eltern über die jeweils andere Familie. Bis sie sich zufällig begegnen und miteinander zu spielen beginnen. (...) Regisseurin Ulrike Hatzer reichert die Fabel mit viel Phantasie zu einem sehr poetischen Kinderstück an.«
Braunschweiger Zeitung
Zwei Mädchen wohnen links und rechts von einer dicken, uralten Grenze. Das Mädchen Luna wohnt zusammen mit ihrer Puppenschwester auf der einen Grenzseite. Sie ist das Patenkind vom Mond, dieser hat ihr auch die Puppe Clara, damit sie nicht so allein ist, geschenkt. Auf der anderen Seite wohnt das Schifferkind Stella zusammen mit ihrer Oma Kraak.
Die Grenze zwischen den beiden Seiten besteht hauptsächlich aus  Ängsten und  vielen Vorurteilen. Auf der einen Seite heißt, dass es auf der anderen Seite Menschenfresser wohnen und diese Blutbomben werfen. Auf der anderen Seite heißt es hingegen über die andere Seite, dass da Räuber wohnen. Die Grenze schützt vor den Räubern, samt ihren Sitten und Religionen, heißt es. Immer wieder hören die beiden Mädchen Geräusche von der anderen Seite, sie haben Angst und doch sind sie sehr neugierig. Beide fragen sich ob es da wirklich nur Übeltäter gibt oder auch Menschen mit den man vielleicht spielen könnte, denn Stella und Luna wünschen sich nichts sehnlicher. Beiden ist oft langweilig und gern hätten sie ein Gegenüber zum Spielen.
Mit der Hilfes des Mondes, den  Mut der Mädchen  und ihrem sehnlichen Wunsch nach einer Schwester schaffen sie es, die Grenze zum Einsturz zu bringen. Beide merken, dass das auf der anderen Seite keine Menschenfresser oder Räuber leben. Stella und Luna entdecken jeder beim andern viele unbekannte Sitten und Gewohnheiten, an die sie sich erst gewöhnen müssen, aber das ist gar nicht schlimm.

Premiere am 17.02.2011 / WA am 25.01.2013

Kleines Haus
Dauer: 75 Minuten, keine Pause
6+

Inszenierung: Ulrike Hatzer
Bühne und Kostüme: Marianne Hollenstein
Dramaturgie: Christoph Macha
Theaterpädagogik: Jennifer Gaden

Mit:
Luna: Nora Abdel-Maksoud
Stella: Alisa Levin
Erzählerin: Nina El Karsheh