A Midsummer Night’s Dream

Oper in drei Akten
Text von Benjamin Britten und Sir Peter Neville Luard Pears
nach der Komödie »Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

»Michael Talke vertraut Britten und Shakespeare offenbar so gut, dass er sich selbst als Regisseur, als Interpret der Geschichte, ganz zurücknehmen kann. Zu sehen ist eine durch und durch inspirierte Regie mit exakter Personenführung, einer Fülle an kleinen Details, die das ganze zu einem runden Theaterereignis werden lassen. Dafür tut Talke nicht mehr – und eben auch nicht weniger – als die Geschichte ganz bei sich zu lassen und ihr den nötigen Raum zur Entfaltung zu geben.«

Christian Schütte auf opernnetz.de



Wie Henry Purcell den Barock, hat Benjamin Britten die englische Musikgeschichte im 20. Jahrhundert geprägt. Vor allem sein geschicktes Jonglieren mit reizvollen, pointensicheren Einfällen, die harmonisch maßvoll und formal sicher behandelt wurden, machte ihn rasch weltweit bekannt.
Im Unterscheid zu Shakespeares Vorlage konzentriert sich Brittens Oper mehr auf das Fantastische der Feenwelt, in der die Menschen die Wirkung der Liebe als einen flüchtigen Sommernachtstraum erleben – ein dichtes Sujet für einen musikalischen Spaß.
Im Reich der Elfen herrscht wilder Aufruhr, seit es im Hause von König Oberon und seiner Gattin Titania gekracht hat. Um sich Genugtuung im ehelichen Streit zu verschaffen, verlangt Oberon von dem Kobold Puck eine Wunderblume, deren Saft amouröse Leidenschaften zu wecken vermag. Vier Menschen, die sich im Wald verirrt haben, werden zunächst Opfer dieses Liebesspuks: Lysander und seine Geliebte Hermia, deren verschmähter Verehrer Demetrius sowie die wiederum unglücklich in diesen verliebte Helena. Doch der Liebeswirren sind dies noch nicht genug: Aus blindwütiger Rache träufelt der Elfenkönig auch der schlafenden Titania die Zaubertropfen in die Augen. Beim Erwachen erblickt sie den von Puck in einen Esel verwandelten Handwerker Bottom und verliebt sich unsterblich in ihn. Erst als Oberon die ungeahnten Folgen für die Feenwelt erkennt, befiehlt er Puck, die Verzauberten aus ihrem Liebeswahn zu erlösen. Hermia und Lysander sowie Helena und Demetrius werden endlich vereint und auch das königliche Elfenpaar erfreut sich seines neu gefundenen Liebesglücks.

Premiere am 29.01.2011

Großes Haus


Musikalische Leitung: Sebastian Beckedorf, Christopher Hein, György Mészáros
Inszenierung: Michael Talke
Bühne: Barbara Steiner
Kostüme: Cornelia Brey
Lichtgestaltung: Frank Kaster
Kinderchor: Margit Cherkeh / Tadeusz Nowakowski
Dramaturgie: Daniela Brendel

Mit:
Oberon: Yosemeh Adjei
Titania: Ekaterina Kudryavtseva
Puck: Raphael Traub
Theseus: Selçuk Hakan Tiraşoğlu
Hippolyta: Sarah Ferede, Julia Rutigliano
Lysander: Arthur Shen
Demetrius: Orhan Yildiz
Hermia: Sarah Ferede, Julia Rutigliano
Helena: Simone Lichtenstein
Zettel: Henryk Böhm
Peter Quince: Dae-Bum Lee
Flaut: Steffen Doberauer
Schnock: Ernst Garstenauer
Schnauz: Tobias Haaks
Schlucker: Malte Roesner
Spinnweb, Bohnenblüte, Senfsamen, Motte: Kinderchor