Le nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Opera buffa in vier Akten
Dichtung von Lorenzo Da Ponte
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
»Und die Sänger sind fabelhaft. Ekaterina Kudryavtesva singt als Susanna eine herrlich geschmeidige, zart blühende Rosen-Arie. Oleksandr Pushniaks Bartion als Figaro bietet durchgehend weiche Fülle und bleibt doch rhetorisch prägnant in der Männer-Arie. Wunderbar trumpft Orhan Yildiz mit seinem glutvollen Bariton in der Zorn-Arie des Grafen auf. Rena Harms zeigt als Gräfin in der ersten Arie zu viel Vibrato, da sind noch Sarka -Schärfen drin, doch beruhigt sich ihr Sopran in der zweiten Arie zu rührender Aussage. Und Sarah Ferede gibt mit fülliger dunkler Färbung einen sinnlichen, nicht ephebisch enthobenen Cherubio.«
Braunschweiger Zeitung
Der Diener Figaro freut sich auf die bevorstehende Hochzeit mit dem Kammermädchen Susanna. Auch sein Herr, der Graf Almaviva, hat ein Auge auf Susanna geworfen und besteht auf dem Recht der ersten Nacht. Die Liebe zu seiner Frau, der Gräfin Rosina, die er in »Il barbiere di Siviglia« ihrem Vormund Don Bartolo mit der Hilfe Figaros geraubt hat, ist sichtbar abgekühlt. Die weniger attraktive Marcellina ist ihrerseits in Figaro verliebt und will die Hochzeit mit Hilfe eines Schuldscheines verhindern. Die Gräfin setzt unterstützt von Susanna alles daran, die Liebe ihres untreuen, dabei schnell  eifersüchtigen Mannes zurückzugewinnen. In diesem Verwirrspiel nimmt der pubertierende Page des  Grafen – Cherubino, der gleichermaßen in die Gräfin und die Gärtnerstochter Barbarina verliebt ist, – unfreiwillig eine wichtige Rolle ein. Da Ponte und Mozart schufen aus einer in der damaligen Zeit gängigen Entführungs- und Intrigenkomödie von Beaumarchais ein gesellschaftskritisches Konversationsstück, welches prompt die Wiener Zensur auf den Plan rief. In dem Entwurf einer sozialen Utopie »erfährt in diesem Stück [jede Figur] die ihr gemäße Begrenzung und die ihr mögliche Grenzüberschreitung« (Wolfgang Willaschek). »Commedia per musica« (»die Krone aller Buffo-Opern«) nannte Mozart seinen »Figaro« und komponierte dabei eine Oper mit musikdramatischer Gestaltung, fast schon im Stil des erst viel später geborenen Richard Wagners.

Premiere am 12.05.2012 / WA am 07.09.2012

Großes Haus
ca. 3 ½ Stunden, eine Pause

Musikalische Leitung: Alexander Joel
Inszenierung: Balázs Kovalik
Bühne: Csaba Antal
Kostüme: Uta Meenen
Chor: Georg Menskes
Dramaturgie: Daniela Brendel

Mit:
Graf Almaviva: Orhan Yildiz, Malte Roesner, Orhan Yildiz
Gräfin Almaviva: Liana Aleksanyan, Caroline Melzer
Figaro: Oleksandr Pushniak
Cherubino: Milda Tubelytė
Marcellina: Yuliya Grote
Basilio: Michael Ha
Don Curzio: Tobias Haaks
Bartolo: Taras Konoshchenko, Selcuk Hakan Tirasoglu, Selçuk Hakan Tiraşoğlu
Antonio: Leszek Wos
Barbarina: Hyo-Jin Shin
Susanna: Moran Abouloff, Simone Lichtenstein