Im Namen der Sicherheit

von Marc Becker
Uraufführung. Auftragswerk
»Die alte Misstrauensgeschichte in neuen Maßanzügen bzw. Cocktailkleidern entwickelt in den Dialogen eine mitreißende Komik – hier sind eindeutig Unterhaltungsprofis am Werk. Louisa von Spies schafft es als Laura immer wieder, etwa vor dem ersten Zwangsdate mit dem wirrlockigen Daniel Fries als Georg, in einem einzigen flirrenden Blick die ganze Widersprüchlichkeit ihrer Figur zu bündeln.«
Süddeutsche Zeitung
»Eine temporeiche Komödie. Doch obwohl sich die Geschichte mit aberwitzigen Wendungen, einem neurotischen Künstler und einer Ehefrau, die an dessen erfrischender Unorganisiertheit zunehmend Gefallen findet, mit enormer Geschwindigkeit steigert, bleiben die Figurenzeichnungen messerscharf. Becker inszeniert seinen Text als komplexe Charakterstudie, die nur knapp an der Tragödie vorbeischrammt.«
Nachtkritik.de
»Bestes Schauspielertheater«
Hannoversche Allgemeine Zeitung
»Ein Volltreffer. »Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren,« hat Becker als Zitat des amerikanischen Staatsmannes Benjamin Franklin seinem Stück vorangestellt. Damit ist die Botschaft klar, auch wenn sie sich nicht aufdringlich und mit erhobenem Zeigefinger in den Vordergrund drängt. … Marc Becker, der auch selbst Regie führt, jongliert im reduzierten Bühnenbild von Peter Engel fachmännisch mit den Idiomen der Alltagssprache und mixt mit Elementen der Komödie und der Tragikomödie, des Slapsticks und des Absurden, des Comics und der Comedy bis hin zur übermütigen Posse und zur tollkühnen Farce einen Cocktail, der es in sich hat. Dazu steht ihm mit Tobias Beyer, Louisa von Spies und Daniel Fries ein Schauspielertrio zur Verfügung, das mit Lust und Laune auch kleinste Details noch von der komischen Seite her beleuchten kann. Das ist erstklassig. Alles ist leicht gefügt und geführt, zu klugem Spaß gebündelt und von allen guten Geistern des Humors gesegnet, so dass es nicht verwundern würde, wenn dieses Stück auch bald auf anderen Bühnen zu sehen wäre.«
Cellesche Zeitung
»Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.«
Diese Zitat des US-amerikanischen Staatsmannes Benjamin Franklin hat der Autor Marc Becker seinem neuen Stück vorangestellt. Geschrieben hat er es im Auftrag des Staatstheaters Braunschweig. Die Geschichte des Stücks entstand im Horizont der Spielzeitthemen, die die aktuelle Spielzeit als Leitfäden durchziehen. Zusammenfassen lassen sich die Themen unter dem Begriff »Gesellschaftsvertrag«. Der Autor hat sich mit Benjamin Franklin die Frage gestellt, was geschieht, wenn der gesellschaftliche Anspruch auf Sicherheit wahnhafte Auswüchse annimmt und auf die persönlichen Beziehungen durchschlägt. Denn im persönlichen Bereich kennen wir die Folgen eines maximalen Sicherheitsbedürfnisses alle, zum Bespiel als: Misstrauen, Eifersucht, Verlustangst. Was im wirklichen Leben bitterer Ernst sein kann, wird im Theater zum Stoff für drei wunderbare Komödianten.
Die Geschichte: Kaum fünf Wochen mit der Fernsehmoderatorin Laura von Bergen verheiratet, beginnt der erfolgreiche Finanzberater Hans Adamski an der Treue seiner Frau zu zweifeln. Folglich erhält sein Freund, der erfolglose Künstler Georg Womser, den Auftrag, selbige in Versuchung zu führen – kann das gut gehen?
Erleben Sie Tobias Beyer als Hans Adamski, Daniel Fries als seinen überdrehten Freund sowie Louisa von Spies als Fernsehstarlet Laura von Bergen in der neuen Komödie von Marc Becker! Der mehrfach ausgezeichnete Autor und Regisseur inszenierte zuletzt am Staatstheater Meng Jinghuis »Lebensansichten zweier Hunde«.

Premiere am 17.12.2011

Kleines Haus


Inszenierung: Marc Becker
Bühne und Kostüme: Peter Engel
Dramaturgie: Axel Preuß

Mit:
Hans Adamski, Finanzjongleur: Tobias Beyer
Laura von Bergen, ehemaliges Modell, jetzt Fernsehmoderatorin: Louisa von Spies
Georg Wormser, Künstler: Daniel Fries