Kabale und Liebe

Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller
»Daniela Löffner (...) packt das Stück hart an, dockt es, wo sie kann, an die Gegenwart an, nimmt es dabei aber immer ganz ernst. Ihr Bezugspunkt aber bleibt Schiller und die Geschichte der unglücklich Liebenden, die er 1784 geschrieben hat. Sie lässt ihre Figuren die alte Sprache sprechen und sie dabei doch – Kunststück – ganz von heute sein.«
Hannoversche Allgemeine Zeitung

Ferdinands Vater ist ein ranghoher Minister. Ferdinand soll ebenfalls die politische Laufbahn einschlagen. Daran arbeitet sein Vater tagtäglich und hat Ferdinand bereits die richtige Ehefrau ausgesucht, Lady Milford. Sie wird ihm den Weg für seine politische Karriere ebnen. Denn Lady Milford hat das Spiel in den Machtzentren gelernt, sie verkauft sich, um politisch mitbestimmen zu können. Und sie liebt, liebt Ferdinand.
Luises Vater ist ein einfacher Musiker. Zu den Führenden im Staat hat er eine kritische Meinung. Aber die behält er weitestgehend für sich. Er ist bemüht sein Heim und seine Familie zu schützen, einen Kokon aus Harmonie zu schaffen.
Ferdinand und Luise kreuzen den Plan, den ihre Eltern für sie entworfen haben. Sie verlieben sich ineinander und beginnen sich eine eigene neue Welt und Zukunft zu erträumen. Aber welchen Handlungsspielraum haben sie? Was können sie der Welt ihrer Eltern entgegensetzen?
Das Machtspiel beginnt. Vater Miller erpresst seine Tochter mit dem eigenen Leid. Ferdinands Vater und sein Sekretär Wurm rufen mit einer Intrige die Eifersucht zwischen Ferdinand und Luise hervor. Jeder zerrt an Ferdinand und Luise.
Was bindet im Leben? Was prägt und was hält fest? Was ist man bereit für die Liebe zu opfern und wie weit kann man gehen? Zwischen den eigenen Wurzeln und einem gemeinsamen Neubeginn sind Luise und Ferdinand hin und hergerissen. Im Kampf füreinander geraten sie aneinander und zerstören sich schließlich selbst.

Wir empfehlen die Inszenierung für Zuschauer ab 16 Jahren.
 

Premiere am 23.09.2011 / WA am 23.10.2012

Großes Haus
Dauer: 3 Stunden 15 Minuten, eine Pause
16+

Inszenierung: Daniela Löffner
Bühne: Claudia Kalinski
Kostüme: Sabine Thoss
Dramaturgie: Katrin Breschke
Theaterpädagogik: Angelika Andrzejewski

Mit:
Minister von Walter: Moritz Dürr
Ferdinand, Sohn des Ministers: Philipp Grimm
von Kalb / ein Gerichtsdiener: Sven Hönig
Lady Milford: Bea Brocks
Wurm, Sekretär des Ministers: Oliver Simon
Herr Miller: Hans-Werner Leupelt
Frau Miller: Sandra Fehmer
Luise, Millers Tochter: Rika Weniger