Aida

Oper von Giuseppe Verdi
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Text von Antonio Ghislanzoni und Camille Du Locle
nach einem Szenario von François-Auguste-Ferdinand Mariette
»Alexander Joel hat die Aida mit seinem Staatsorchester Braunschweig dirigiert, als hätte er nie was anderes als Aida dirigiert. Das war Perfektion!«
Der neue Merker
»Irina Rindzuner beherrscht die lyrische Prägnanz ebenso wie den hellen, alles überstrahlenden Spitzenton, der sich als Liebesbotschaft über die miteinander kämpfenden Stimmen der Gesellschaft legt. Eine hochdifferenzierte, tief berührende Interpretation.«
Braunschweiger Zeitung
»Arthur Shen liefert als Radamés (…) ein musikalisch intensives Rollenporträt.«
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Das hätte sich Giuseppe Verdi kaum träumen lassen: »Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, Sie werden für Kairo eine Oper schreiben, hätte ich ihn für verrückt gehalten, aber nun sehe ich, dass ich der Verrückte bin.« Gottlob hat sich Verdi nicht von Zweifeln abhalten lassen und seine »Aida« für die ägyptische Metropole geschrieben. Uraufgeführt 1871, avancierte dieses Werk schon bald zu den meist gespielten Opern weltweit.
Erzählt wird die Geschichte der äthiopischen Prinzessin Aida, die in Ägypten als Sklavin gehalten wird. Einzig der Feldherr Radamès, der Aida liebt, lässt sie ihr Schicksal ertragen. Doch es ist eben diese Liebe, die den Krieger zum Hochverräter werden lässt. Zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe eingemauert, trifft Radamès ein letztes Mal auf seine Aida, die beschlossen hat, mit ihm zu sterben. Die Musik Verdis entfacht dazu ein exotisches Kolorit voll prächtiger Chorszenen, mitreißender Arien und romantischer Duette. Und doch ist »Aida« weit mehr als nur eine anrührende Liebesgeschichte oder ein orientalischer Bilderbogen zwischen Pyramiden und Wüstensand. Vielmehr treten universelle Themen wie Kriegstreiberei, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit bis hin zum Rassismus in den Mittelpunkt – Themen, wie sie aktueller kaum sein könnten.

Premiere am 22.09.2012 / WA am 08.12.2013

Großes Haus
zwei Stunden 45 Minuten

Musikalische Leitung: Alexander Joel
Inszenierung: Konstanze Lauterbach
Bühne: Hans-Martin Scholder
Kostüme: Hannah Hamburger
Chor: Georg Menskes
Dramaturgie: Christian Steinbock

Mit:
Der König: Hyung Wook Lee
Amneris: Yanyu Guo
Aida: Irina Rindzuner
Radames: Arthur Shen
Ramphis: Selçuk Hakan Tiraşoğlu
Amonasro: Oleksandr Pushniak
Ein Bote: Michael Ha, Tobias Haaks
Eine Tempelsängerin: Moran Abouloff, Simone Lichtenstein