Die Kontrakte des Kaufmanns

Eine Wirtschaftskomödie von Elfriede Jelinek


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»Geld ist nicht alles« - der Song zum Stück - gesungen von David Kosel

Als Elfriede Jelinek 2008 ihre Wirtschaftskomödie zu schreiben begann, konnte sie höchstens ahnen, wie tief Europa in den Sumpf des Spekulantentums hinabsinken würde. Immerhin: die Bank Lehman Brothers legte 2008 ihre 200-Milliarden-Dollar-Pleite hin, und auch in Österreich gab es einen inspirierenden Skandal. Die MEL (Meinl European Land), eine börsennotierte Gesellschaft mit Sitz im Steuerparadies
Jersey, hatte Zertifi kate an die Wiener Börse gebracht, die alles andere waren als sichere Geldanlage – auch wenn die Anleger dieses Glaubens sein mochten.
2004 erhielt Jelinek für ihr sprachversessenes Werk, das neben Dramen auch Prosa, Lyrik, Hörspiele, Essays, Drehbücher und Libretti umfasst, den Nobelpreis für Literatur. In den »Kontrakten« überführt sie nicht nur das Sprechen der Banker, Werber und Finanzexperten ins Alberne und Absurde, sondern sie spießt auch die allgemeine Gier auf, die aus ahnungslosen Bürgern gutgläubige Kleinaktionäre
macht, die alles zu verlieren drohen.

Premiere am 11.11.2012

Kleines Haus


Inszenierung: Marc Becker
Bühne und Kostüme: Nadia Fistarol
Musikalische Leitung: Peter M. Glantz
Dramaturgie: Axel Preuß
Theaterpädagogik: Angelika Andrzejewski

Mit:
Moritz Dürr
Philipp Grimm
Ursula Hobmair
David Kosel
Theresa Langer
Nientje Schwabe