Salome

Musikdrama in einem Aufzug von Richard Strauss


nach der gleichnamigen Dichtung von Oscar Wilde
deutsche Übersetzung von Hedwig Lachmann

Im Hause des Königs Herodes bahnt sich eine schreckliche Tragödie an: Herodes verzehrt sich nach seiner Stieftochter Salome und verspricht ihr alle Reichtümer dieser Welt. Herodias verlangt nach
Macht über ihren Gatten und setzt ihre Tochter als Waffe gegen ihn ein. Und Salome selbst, Opfer von Machtmissbrauch und brüchigen Familienstrukturen, nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand: Sie nutzt die Schwäche ihres Stiefvaters Herodes aus, um den Kopf des Propheten Jochanaan zu fordern, der es gewagt hat, ihre Liebe zurückzuweisen.
Für Richard Strauss geriet seine 1905 uraufgeführte Adaption des in England seinerzeit verbotenen Dramas »Salome« von Oscar Wilde zu einem regelrechten »Skandalerfolg«: Verrissen von der Presse, doch überaus beliebt beim Publikum, das von der atemberaubenden Expressivität der Komposition elektrisiert war. Mit »Salome« gelang es Strauss erstmals, sich vom Wagnerschen Mystizismus zu lösen und musikalisches Neuland zu betreten. Regie führt Michael Simon, der zu den international gefragtesten
Regisseuren und Bühnenbildnern zählt. In Braunschweig inszenierte er bereits mit großem Erfolg Verdis »Simone Boccanegra«. Gemeinsam mit der Kostümbildnerin Zana Bosnjak erzählt er Salomes Geschichte aus dem subjektiven Erleben der Protagonistin heraus. Und die Bilderwelt, die dabei entfesselt wird, beängstigt und verstört, doch wirkt sie – wie auch die Musik – zugleich überwältigend und faszinierend.


Hier erhalten Sie Infos zu einem Reiseangebot zu einer Vorstellung von »Salome«.
Die Inszenierung steht im Kontext des Kulturprojektes »1913 – Braunschweig zwischen Monarchie und Moderne« der Stadt Braunschweig.

 
 

Premiere am 01.06.2013 / WA am 20.10.2013

Großes Haus


Musikalische Leitung: Alexander Joel
Inszenierung: Michael Simon
Bühne: Michael Simon
Kostüme: Zana Bosnjak
Video: Zana Bosnjak
Dramaturgie: Christian Steinbock

Mit:
Herodes: Jürgen Sacher
Herodias: Natascha Petrinsky
Salome: Yamina Maamar
Salome (Tänzerin): Eva Burghardt
Jochanaan: Oleksandr Pushniak
Narraboth: Arthur Shen
Ein Page: Anne Schuldt, Milda Tubelytė
1. Jude: Michael Ha
2. Jude: Tobias Haaks, Matthias Stier
3. Jude: Kenneth Bannon
4. Jude: Anatoli Golev
5. Jude / 2. Soldat: Rossen Krastev
1. Soldat / 1. Nazarener: Selçuk Hakan Tiraşoğlu
2. Nazarener / Ein Sklave: Krysztof Gasz
Ein Cappadocier: Leszek Wos