6. Sinfoniekonzert

Clara Schumann
Klavierkonzert a-Moll op. 7
Richard Strauss
Eine Alpensinfonie op. 64
Einführung zum 6. Sinfoniekonzert von Orchesterdirektor Martin Weller auf Radio Okerwelle


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Zu dem pianistischen Wunderkind Clara Wieck gehört dieses frühe Klavierkonzert. Als 14-Jährige, während sie sich ihrer innigen Neigung zu ihrem älteren Mitschüler Robert Schumann bewusst wurde, schrieb sie die ersten Takte ihres »Klavierconcerts« nieder. Das war im Januar 1833, im November war das Particell fertig, das Robert Schumann dann instrumentierte. Nach mehreren privaten Vorführungen fand am 9. November 1835 die Uraufführung im Leipziger Gewandhaus statt. Es war eines der ersten Konzerte, das Felix Mendelssohn Bartholdy als frisch berufener Gewandhauskapellmeister leitete und natürlich spielte die schon damals europaweit berühmte Clara den Solopart. Es war der Auftakt zu einer neuen musikalischen Periode, der Leipziger Romantik, deren Häupter drei sehr jugendliche Genies waren: die 16-jährige Clara Wieck, der 26-jährige Robert Schumann und der 27-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy. Aus diesem Bündnis sollten noch ungleich größere Meisterwerke hervorgehen, u. a. Schumanns »Frühlings-Sinfonie« und seine Liederzyklen sowie Mendelssohns »Schottische« und »Italienische« Sinfonie, die »Lieder ohne Worte« und das Oratorium »Elias«, um nur einige zu nennen. Claras Konzert aber läutete diese Epoche ein.

Die »Alpensinfonie« von Richard Strauss verdient wie kaum ein anderes Werk die Gattungsbezeichnung »Ton-Gemälde«, denn es besitzt keine literarische Vorlage wie die »Ton-Dichtungen«, sondern es war ein Naturphänomen, das dem Komponisten Modell stand – das gewaltige Alpengebirge selbst. Er nahm sich nichts Geringeres vor, als eine Bergwanderung musikalisch zu beschreiben, dessen Stationen (Nacht – Sonnenaufgang – Der Anstieg – Auf dem Gletscher usw.) in der Partitur genau bezeichnet sind. Das groß besetzte Werk, das dem Podiumsorchester noch ein Blechbläser-Ensemble (zwölf Hörner,zwei Trompeten, zwei Posaunen) hinter der Bühne hinzufügt, wurde 1915 in Berlin uraufgeführt.
Das Konzert steht im Kontext des Kulturprojektes »1913 – Braunschweig zwischen Monarchie und Moderne« der Stadt Braunschweig.

 
 

am 24. und 25. Februar 2013

Stadthalle


Staatstheater Braunschweig, 6. Sinfoniekonzert, Foto: