Mama Dolorosa

von Eunyoung Kim
Uraufführung
Konzeption und Libretto von Yona Kim – in deutscher Sprache
Auftragswerk der Landeshauptstadt München für die 13. Münchener Biennale 2012, die unter dem Motto »Der ferne Klang« steht.
Koproduktion mit dem Staatstheater Braunschweig
»Diese in Coproduktion mit dem Staatstheater Braunschweig erstellte Aufführung ist ganz konzis auf die Möglichkeiten von Theater hin berechnet, die Darsteller und das von Sebastian Beckedorf geleitete Ensemble sind vorzüglich.
(...) Yonas Libretto und Regie changieren unvermittelt zwischen greller Farce und großem Welttheater.«
Reinhard Brembeck über die Uraufführung bei der Münchener Bienale in der Süddeutschen Zeitung vom 07.05.2012


Auszug aus »Mama Dolorosa«


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Man stelle sich vor: eine Mutter, die vom Wunsch besessen ist, einen Sohn zu bekommen, gebiert diesen endlich – mühevoll –, den »Sohn-Gott«. Es stellt sich bald heraus, dass er weder die Mutter noch die Menschheit retten kann und auch nicht dem Ideal der mächtigen Sohngestalt entspricht. Umso bedingungsloser und mit aller Liebe versucht die Mutter ihn zu schützen und zu verteidigen. Eines Tages klingelt ein fremder Mann an der Tür, der sich als Kommissar ausgibt und sie mit der Nachricht konfrontiert, dass ihr Sohn ein Verbrechen begangen haben soll. Ein Nachbarsmädchen ist tot aufgefunden worden, mit Spuren einer Vergewaltigungstat. Kleidungsstücke ihres Sohnes wurden neben der Leiche entdeckt. Der unmündige Sohn muss sich einem gnadenlosen Verhör unterziehen. Wie reagiert die Mutter? Mama Dolorosa schreitet zu einem Feldzug gegen das Unbekannte, das ihre mütterliche Macht bedroht. Mit einem überraschenden Ende. Die koreanische Komponistin Eunyoung Kim schreibt ihre erste Oper auf ein Libretto von Yona Kim, die ebenfalls in Korea geboren wurde. Eunyoung Kims Musik wirkt haptisch und konkret. Klänge sind für sie ein experimentelles Feld zwischen Alltag und Kunstwelt.
Das Werkverzeichnis der 1973 in Seoul geborenen Komponistin umfasst Orchesterwerke, Solowerke und Kammermusik. Ihr bis dato größtes Orchesterwerk »Dong-Ak« wurde 2004 von den Hamburger Symphonikern uraufgeführt. Für die Münchener Biennale schrieb sie 2008 einen Teil einer  Kollektivkomposition, die eine Produktion der Hamburger Hochschule für Musik und Theater war.
 

Uraufführung. Auftragswerk
Premiere in Braunschweig am 13.06.2012

Kleines Haus


Musikalische Leitung: Sebastian Beckedorf
Inszenierung: Yona Kim
Bühne: Ben Baur
Kostüme: Hugo Holger Schneider
Lichtgestaltung: Frank Kaster
Dramaturgie: Jens Neundorff von Enzberg

Mit:
Mama Dolorosa: Rebecca Nelsen
Großmutter: Daniel Gloger
Nachbarin: Julia Rutigliano
Kommissar: Christian Miedl
Nachbarmädchen: Simone Lichtenstein
Sohn: Philipp Grimm