Aladin und die Wunderlampe

von Alexander Gruber nach dem Märchen aus »Tausendundeiner Nacht«
in einer Fassung des Staatstheater Braunschweig mit Liedtexten von Martina Eitner-Acheampong und Musik von Matthias Flake
»Es ist ein orientalisch-überbordender Reigen aus Abenteuern und Episoden, dieses Weihnachtsmärchen aus tausend und einer Nacht. Regisseurin Eitner-Acheampong … zeigt überzeugend, dass Theater auch eine atemberaubende Wunderkiste sein kann, die es in dieser Inszenierung mit der Illusionskraft und überwältigenden Bildermacht des Kinos tatsächlich aufnimmt - und das so was von 3D. Am Ende gibt's langen, verdienten Beifall.«
Braunschweiger Zeitung
Aladin lebt in ärmlichen Verhältnissen in einer orientalischen Stadt. Er ist ein Nichtsnutz, spielt lieber in den Gassen, als seiner Mutter bei der Arbeit zu helfen. Ein Zauberer, gierig nach Macht und Gold, weiß von einer Wunderlampe und ihrem Geheimnis. Doch um sie zu beschaffen, sind seine Zauberkräfte zu schwach. Er erfährt, dass nur Aladin die Lampe aus der Höhle tragen kann. Der Zauberer stellt sich Aladin als dessen Onkel vor und lädt ihn zu einem Spaziergang ein, der vor der Höhle endet. Er bittet Aladin hinabzusteigen. Fast gelingt es dem Jungen, die Lampe zu bergen, doch der Jähzorn des Zauberers vereitelt den Plan und Aladin wird mitsamt der Lampe in der Höhle eingeschlossen. Da lernt Aladin die Macht der Geister kennen: »Herr, was befiehlst du? Ich bin dein Diener!« Aladin wird befreit und der Geist serviert erst einmal ein köstliches Mahl. »Heute ist ein Glückstag für uns arme Leute«, stellt die Mutter zufrieden fest. Aladin kann sich mit Hilfe des dienstbaren Geistes der Wunderlampe jeden Wunsch erfüllen. Gelingt es ihm sogar, die schönste aller Frauen, Prinzessin Badrelbudur für sich zu gewinnen? Faszination Orient? Widersprüche! Der Orient ist einerseits in unserem Bewusstsein romantisch verklärt, geografisch in weiter Ferne und historisch im Mittelalter angesiedelt; andererseits ist der Orient von heute, dessen Menschen auch in Deutschland leben, wenig bekannt und mit diffusen Ängsten belegt. Mit dem Märchen begegnet uns ein Stück orientalische Kultur, die uns so ein wenig vertrauter wird. Vor allem, weil zu erleben ist, dass sich die Träume und Wünsche der Märchenfiguren von denen aller Menschen nicht unterscheiden: dem Wunsch nach Glück und der erfüllten Liebe.
 
 
 

Premiere am 12.11.2011

Großes Haus
1 Stunde 50 Minuten, eine Pause nach 65 Minuten
6+

Inszenierung: Martina Eitner-Acheampong
Bühne: Jan Steigert
Kostüme: Lisa Kentner
Musik: Matthias Flake
Dramaturgie: Katrin Breschke, Christoph Macha
Puppenbau: Melanie Sowa, Mario Hohmann
choreografische Mitarbeit: Jiři Kobylka
Theaterpädagogik: Jennifer Gaden

Mit:
Aladin: Martin Winkelmann
Prinzessin Badrelbudur: Alisa Levin
Geist Mauli/ Geist der Lampe/ Händler: Rodrigo Umseher (Puppenspiel)
Kalil, Freund von Aladin/ Wesir: Dennis Laubenthal
Aladins Mutter: Marianne Heinrich
Sultan/ Mustafa: Klaus Lembke
Zauberer/ Ausrufer: Marko Werner
Musiker: Benjamin Brodbeck, Matthias Wandersleb, Beate Holderkirst, Volker Link