Die Katze auf dem heißen Blechdach

Schauspiel von Tennessee Williams
»Diese Katze auf dem heißen Blechdach ist campy, bunt, popverliebt, vor allem auf eine David-Lynch-hafte Weise sehr amerikanisch, wenn die Regie mit diebischer Freude das Grauen hinter der glatten Oberfläche herausoperiert.«
Theater heute
»Ein tolles Ensemble … eine gut strukturierte, fein verzahnte Inszenierung … viel Beifall.«
Braunschweiger Zeitung
»Langer und kräftiger Premierenapplaus für einen begeisternden, in allen Belangen stimmigen Theaterabend.«
neue Braunschweiger
»Eine eng am Text orientierte und optisch gelungene Aufführung mit mitreißenden Schauspielern.«
Evangelische Zeitung
Modernes Königsdrama, Ehekrieg, »Familienaufstellung« - Tennessee Williams hielt dieses Stück für das beste, das er jemals geschrieben hat. Seit es 1955 am Broadway zur Uraufführung kam, geht eine anhaltende Faszination von ihm aus. Verstärkt wurde die weltweite Aufnahme durch die Hollywoodverfilmung wenige Jahre später. Allerdings wichen Uraufführung und Film von Williams Originalfassung ab. Der Autor war darüber keineswegs glücklich, im Gegenteil! Regisseurin Anna Bergmann orientiert sich darum an Williams Originalfassung, für die der Autor kein harmonisierendes Ende vorgesehen hatte.

Der schwer reiche Plantagenbesitzer Big Daddy Pollitt hat Geburtstag. Seine Familie ist zusammengekommen, um ihn zu feiern. Frisch aus der Klinik entlassen, wähnt sich Big Daddy wieder auf der Sonnenseite des Lebens. Die Führung seiner Plantage will er wieder übernehmen, sein Privatleben ordnen und das Leben genießen. Doch Big Daddy ist sterbenskrank. Alle wissen das. Nur er und seine Frau, Big Mama, nicht.

Der Kampf um Big Daddys Erbe hat aber längst begonnen. Sein erstgeborener Sohn Gooper hat sich juristisch vorbereitet, um die riesige Plantage zu übernehmen. Doch Big Daddy liebt nur seinen zweitgeborenen Sohn. Brick, ein ehemaliger Footballstar und Sportmoderator, ist der große Unbekannte des Stücks. Ein melancholischer Trinker, der seine Frau verachtet und das Millionenerbe nicht antreten will. Doch seine Frau Maggie, selbst aus kleinen Verhältnissen stammend, will nicht aufgeben, weder ihre Ehe noch das Erbe ihres Mannes. Maggie - »die Katze«- zeigt ihre Krallen und kämpft mit allen Mitteln um ihre Zukunft.

Premiere am 14.04.2012 / WA am 23.09.2012

Großes Haus


Inszenierung: Anna Bergmann
Bühne: Florian Etti
Kostüme: Claudia González Espindola
Sounddesign: Heiko Schnurpel
Lichtgestaltung: Frank Kaster
Einstudierung Kinderchor: Tadeusz Nowakowski
Filmgestaltung: Uli Plank
Dramaturgie: Axel Preuß
Choreografie: Sebastian Geiger
Football-Coaching: Phil Hickey
Theaterpädagogik: Angelika Andrzejewski

Mit:
Margaret: Theresa Langer
Brick: Hanno Koffler
Mae: Nientje Schwabe
Big Mama: Sandra Fehmer
Big Daddy: Moritz Dürr
Reverend Tooker: Raphael Traub
Gooper: Hans-Werner Leupelt
Doktor Baugh: Klaus Lembke
Lacey, ein schwarzer Dienstbote: Abena Mankosa Apea-Otu-Keim
Sookey, ein anderer: Roselyne Mwangi-Ehlers, Nina Walz, Jessica Lüders
Dixie: Aviva Korupp
Trixi: Antonia Osterholt
Weitere kleine Jungen und Mädchen: Hilke Bassen, Shari Birkhahn, Felicia Caplan, Julika Friedrich, Isabel Guse, Lea Wagner, Max Mienkina, Richard Peiner (Mitglieder des Kinder- und Jugendchores »Belcanto«)