No Mans Land

von Roel Adam
»Ich bin viel besser in Scheidung als Ihr«, ruft Nele ihren Eltern zu. Der Vater verlässt die Familie um auf dem Land mit einer Bäuerin zu leben. Er findet seine Abwesenheit sei kein Problem, weil heutzutage ja jeder ständig online ist und so miteinander verbunden. »Wir skypen täglich«, verspricht er seiner Tochter. Die Mutter greift zur Flasche trinkt und träumt von ihrem Tochter- Mutter Glück. Nele verkriecht sich in Ihr Zimmer - schließt sich ein. Sie flieht ins No Mans Land im Internet.
Nele bekommt von ihrem Vater – aus Versehen – eine Datei zugeschickt. Nele soll sie auf keinen Fall öffnen. Doch: zu spät, ein Klick und das geheimnisvolle Programm »Anubis« öffnet sich und von nun an spricht Kisho, ein perfekter Junge aus dem Internet mit ihr. Kisho spricht von der unendlichen Liebe und wie perfekt alles bei ihm ist. Er verführt Nele ihm zu folgen um die ebenfalls perfekte Prinzessin Zelda zu werden. Zögernd folgt ihm Nele, lässt alles hinter sich, löscht alle Klassenkameraden und bald weiß sie nicht mehr in welcher Realität sie lebt. Ist sie nun Prinzessin Zelda?
Papa eilt vom Land zur Tochter, aber vor allem um seine Datei »Anubis« zurück zu holen. Gemeinsam mit der Mutter steht er vor Neles verschlossener Tür und klopft laut. Doch von drinnen ist vorerst nichts zu hören.

Der niederländische Theaterautor Roel Adam, ein Spezialist für Jugendstücke, skizziert in seinem neusten Stück die Gefahren des Internets. Dabei gibt es eine Menge zu lachen, auch eine Menge darüber nachzudenken, wie Virtualität und Wirklichkeit am besten miteinander funktionieren.

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Deutschsprachige Erstaufführung
Premiere am 30.11.2011 / WA am 12.12.2012

Haus Drei
Dauer: 75 Minuten, keine Pause
12+

Inszenierung: Marie Rodewald
Bühne und Kostüme: Caroline Schwarz
Video: Gregor Dobiaschowski, Marat Burnashev
Musik und Sounddesign: Dennis Bäsecke
Rap: Kay Knopf
Dramaturgie: Andreas Steudtner
Theaterpädagogik: Lisa Degenhardt, Jennifer Gaden

Mit:
Nele, Zelda: Lysann Schläfke
Mutter: Nina El Karsheh
Vater, Kisho, Anubis: Holger Foest