Fleisch ist mein Gemüse

Schauspiel mit Livemusik
nach dem Roman von Heinz Strunk
»Die Schauspieler bekommen viel Freiheit, was vor allem Martina Struppek in der Rolle der Mutter nutzt. Hanno Koffler als Saxofonist (der hier unumwunden Heinz Strunk heißt) verleiht seiner Rolle mehr Ernst, als man es im Kino gesehen und im Roman vermutet hat. Wie er an der Liebe vorbeilebt und sich um seine Mutter kümmert, berührt. Das unterscheidet ihn von Bandleader Gurki, den Jazzkantinen-Chef Christian Eitner mit Geschick zur Witzfigur macht. Leid und Lachen liegen selten so nah zusammen wie an diesem wohlig überdrehten Abend.«
Hannoversche Allgemeine


»Das Ensemble spielt (…) mit Verve, Hingabe und komödiantischen Können. (…) Applaus und Jubel an den Biertischen und auf den Rängen.«
Braunschweiger Zeitung vom 11.04.2011

»Hanno Koffler spielt Heinz Strunk und er spielt ihn souverän.«
Göttinger Tageblatt vom 14.04.11

»Herausragend spielt Nientje Schwabe die Rolle der Rosemarie, Moritz Dürr überzeugt als „Männliche Stimmungskanone, Louisa von Spies ist vor allem als Susanne stark und hat fantastische Gesangsparts. Hauptdarsteller Hanno Koffler steigert sich im Laufe des Abends zusehends und spielt nach einem dreiviertel Jahr Training richtig gut Saxofon. Das Publikum ist vom ersten Abend (…) begeistert und spendet kräftigen wie langanhaltenden Applaus.«
neue Braunschweiger vom 10.04.2011

»Das Premierenpublikum (…) war über »Fleisch ist mein Gemüse« hellauf begeistert. Ganz wie in einem Bierzelt sitzt man an langen Holztischen, während auf der Bühne die Band Tiffany´s (sonst besser bekannt als Jazzkantine Braunschweig) für Stimmungsmusik sorgt. Ein bisschen Spaß muss sein. (…) Hanno Koffler in seiner Rolle als Heinz Strunk weiß in vielen verschiedenen Facetten zwischen unerfüllbarer Sehnsucht, Scham und Schüchternheit, Mutlosigkeit und Versagensangst glaubhaft zu gestalten. Dass er hervorragend Saxofon spielt, kann ihm seine Scheu vor dem anderen Geschlecht nicht nehmen. Stärke zeigt er dagegen in der aufopferungsvollen Pflege seiner schwer kranken Mutter. Martina Struppek gibt ihr ausgeprägt individuelle Züge mit bezwingender Ausstrahlung. Ihr nimmt man jede Phase ihres Leidens ab. Eine starke Leistung. (…) Ausgeprägte darstellerische und gesangliche Leistungen zeigen in einem bemerkenswert homogen agierenden Ensemble mit kraftvollem stimmlichen Einsatz Nientje Schwabe als Nachbarin Rosemarie und in verschiedenen Rollen auch tänzerisch höchst agil Louisa von Spies. (…) Entstanden ist so ein Stück mit großem Unterhaltungswert und ausreichendem Tiefgang.«
Cellesche Zeitung vom 11.04.2011
Heinz Strunk ist 23 und lebt mit seiner kranken Mutter in einem winzigen Haus am gefühlten Ende der Welt. Das Leben ist anderswo, und die Mädchen übrigens auch. Heinz bläst zwar das beste Saxofon weit und breit, aber seine Pickel und Pusteln nehmen ihm jede Chance auf eine Freundin. Statt seine selbst komponierten Songs mit coolen Musikern in einem angesagten großstädtischen Club zu spielen, verbringt der begabte Loser zwölf Jahre seines Lebens mit der Band Tiffanys, einer Tanzkapelle, die Schützenfeste und verqualmte Bierzelte mit Evergreens von Klaus und Klaus oder Gottlieb Wendehals ›rockt‹.
Eine »Landjugend mit Musik« hat der Autor und Musiker Heinz Strunk seinen Roman im Untertitel genannt. Das Buch, das die Sehnsüchte und Nöte des Helden schildert, traf bei seinem Erscheinen 2004 offenbar einen Nerv. Bis heute wurden rund 30 Auflagen verkauft. 2008 kam die Geschichte in die Kinos. Die Begeisterung für die tragikomischen Lebensumstände dieses Tanzmusikers hält bis heute an und macht Lust auf mehr.
Die Braunschweiger Band Jazzkantine, bekannt für ihre groovigen Konzerte wie bei den Blauhaus-Partys im Kleinen Haus oder ihre Adaptionen erlesener Rockperlen wie auf der CD »Hell’s Kitchen«, trifft auf die Klassiker der Tanzmusik. Gemeinsam mit unserem Ensemble erzählen sie »Heinzers« Geschichte von verhindertem Sex und Biermissbrauch, einsamen Menschen und hochfliegenden Träumen.

in Kooperation mit

Wiederaufnahme am 06.02.2013

Kleines Haus
Dauer: zwei Stunden 45 Minuten, eine Pause nach einer Stunde 15 Minuten

Inszenierung: Christian Doll
Bühne: Felicia Schick, Ralf Wrobel
Kostüme: Cornelia Brey
Musikalische Leitung: Christian Eitner
Dramaturgie: Axel Preuß
Choreografie: Sigrid Schonlau
Theaterpädagogik: Angelika Andrzejewski

Mit:
Heinz "Heinzer" Strunk, Saxophonist in der Tanzkapelle Tiffanys: Hanno Koffler
Vogelmutter: Martina Struppek
Rosemarie, Heinzers Nachbarin: Nientje Schwabe
Anja, Sängerin: Rika Weniger
Susanne, junge Finanzbeamtin: Ursula Hobmair
Niels: Raphael Traub
Chor der Biester: Partygäste, Kellnerinnen, Krankenschwestern, Musikschülerinnen u.a.: Marianne Heinrich, Ursula Hobmair, Nientje Schwabe, Rika Weniger
Gastgeber: Stimmungskanone, Schützenkönig, Bräutigam, Wirt, Arzt, Karnevalsprinz u.a.: Moritz Dürr
Gastgeberin: weibliche Stimmungskanone, Schützenkönigin, Braut, Wirtin, Ärztin, Tanzmariechen u.a.: Marianne Heinrich
Kellnerinnen:: Katrin Bothe, Laura Witte
Tiffanys:
Saxophon (Heinzer): Hanno Koffler
Gitarre (Gurki): Christian Eitner
Schlagzeug (Thorsten): Andreas Lindner
Keyboard (Jens): Lars "Louie" Bottmer (Jazzkantine)
Bass (Norbert): Tom Brennecke