Der Besuch der alten Dame

Tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt
»Es braucht für neue Sichtweisen innovative Frische und Experimentierlust. Das war in der Braunschweiger Inszenierung unübersehbar. (…)
Sandra Fehmer in der Titelrolle spielt die Glücksgöttin mit Charisma.«
Harald Hilpert in der Braunschweiger Zeitung vom 08.10.2012
Die Stadtkasse Güllens ist leer, Steuereinnahmen schwinden, auch einstmals florierende Firmen sind bankrott. Immer mehr Bürger sind auf Arbeitslosenunterstützung angewiesen – da erscheint wie ein rettender Engel Claire Zachanassian, ein Kind der Stadt, reich geworden durch das angeheiratete Geld eines Ölmultis. Die Milliardärin erklärt sich bereit, die Stadt und ihre Bürger zu sanieren, aber sie stellt eine Bedingung: »Eine Milliarde für Güllen, wenn jemand Alfred Ill tötet.« Entrüstet lehnen die Bürger das Angebot ab.
Siebzehn Jahre alt war Claire, als sie schwanger wurde: Alfred Ill, ihre große Liebe, hat nicht nur die Vaterschaft geleugnet, sondern auch zwei einfältige Jungs bestochen, vor Gericht gegen Claire auszusagen. Sie hat ihre Heimatstadt verlassen und sich als Prostituierte durchgeschlagen; ihr Kind ist noch vor seinem ersten Geburtstag gestorben. Nun will sie Gerechtigkeit. Sie kann sie sich leisten. Und sie kann warten.
»›Der Besuch der alten Dame‹ ist eine Geschichte, die sich irgendwo in Mitteleuropa in einer kleinen Stadt ereignet, geschrieben von einem, der sich von diesen Leuten durchaus nicht distanziert und der nicht so sicher ist, ob er anders handeln würde«, schrieb Dürrenmatt über sein bekanntestes Stück. Die 1956 entstandene »Komödie der Hochkonjunktur «, wie der ursprüngliche Untertitel lautete, war für ihren Autor Friedrich Dürrenmatt der erste internationale Erfolg und wurde mehrfach verfilmt.


Jan Lauer in NDR 1 Niedersachsen - Kulturspiegel zum Start der Spielzeit 2012 / 2013 am Staatstheater Braunschweig, unter anderem zu der Schauspielpremiere »Der Besuch der alten Dame« und der Premiere im Musiktheater »Die Nachtigall / Das Kind und die Zauberdinge« als Audio-Datei


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Premiere am 06.10.2012 / WA am 04.02.2014

Großes Haus


Inszenierung: Daniela Löffner
Bühne: Susanne Dieringer
Kostüme: Sabine Thoss
Dramaturgie: Christine Besier
Theaterpädagogik: Angelika Andrzejewski

Mit:
Claire Zachanassian, geb. Wäscher: Sandra Fehmer
Panther: Jannek Petri
Koby: Andreas Bißmeier
Loby: Sven Hönig
III: Tobias Beyer
Ill's Frau: Martina Struppek
Der Bürgermeister: Benjamin Morik
Der Lehrer: Raphael Traub
Der Künstler: Mattias Schamberger
Die Pastorin: Rika Weniger
Der Polizist: Klaus Lembke