Treulose (Trolösa)

Schauspiel nach dem Drehbuch von Ingmar Bergman
Aus dem Schwedischen von Renate Bleibtreu
Theaterfassung von Anna Bergmann
Ergreifende Inszenierung von »Treulose« feierte Premiere
»Dieses Stück packt einen … Auch mit »Treulose«, ihrer dritten Inszenierung für das Staatstheater, hat Regisseurin Anna Bergmann alles richtig gemacht. … Eigentlich ist es so einfach: Kinder brauchen Eltern. Anna Bergmann hält der Gesellschaft in Zeiten neuer deutscher Unverbindlichkeit brutal den Spiegel vor. Langer Applaus für einen sehr gelungenen Theaterabend.« neueBraunschweiger
 
Viel Applaus für hervorragendes Schauspielertheater
»So präzise, leise und nuanciert gespielt wie von Sandra Fehmer (Marianne) und Tobias Beyer (David), bekommt das Stück im Kleinen Haus des Staatstheaters eine zeitweise beklemmende Nähe. … Faszinierend gelingt es … Sandra Fehmer in ihrer Selbsterkenntnis zu changieren gemäß den Posen und Sprachstilen der erlernten Rollen einer Schauspielerin. Und Ursula Hobmair schlüpft in stupender sprachlicher Verwandlung in den Tonfall der vernachlässigten Tochter, die unter den Machtspielen und letztlich der Trennung der Eltern leidet. Immer wieder nimmt sie dabei Fingerpuppen zu Hilfe, die sich die geheimen Ängste und Albträume des Kindes erzählen. … Viel Applaus für hervorragendes Schauspielertheater …« Braunschweiger Zeitung


Der schwedische Drehbuchautor, Theater- und Filmregisseur Ingmar Bergman wurde 1997 bei den Filmfestspielen in Cannes als »bester Filmregisseur aller Zeiten« geehrt. In Filmen wie »Szenen einer Ehe«, »Herbstsonate« oder »Treulose« durchleuchtete er immer wieder die komplexen und schicksalhaften Beziehungsgeflechte zwischen Paaren oder Eltern und Kindern. »Treulose« entstand 1999.

Marianne und Markus führen eine harmonische Ehe. Markus, ein erfolgreicher Dirigent, jettet von Engagement zu Engagement rund um die Welt. Seine Frau Marianne ist Schauspielerin, auch sie steht erfolgreich im Berufsleben. Isabell, die Tochter der beiden, wächst in gutbürgerlichen glücklichen Verhältnissen auf. Doch ein unerwartetes Ereignis zertrümmert die Idylle. David, der beste Freund der Familie, sucht eine Affäre mit Marianne. Diese lehnt zunächst ab, gibt sich aber wenig später umso heftiger David hin. Es beginnt eine gnadenlose Talfahrt: die Versteckspiele der Treulosen, die Enttarnung durch Markus, der Streit der Eheleute, und schließlich der gnadenlos geführte Kampf ums Sorgerecht für Isabell.
Die Theaterfassung des Films von Ingmar Bergman erzählt von einer Liebe, die, um sich selbst zu retten, eine ungeahnte Zerstörungswut entwickelt. Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman (1918 – 2007) zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Filmgeschichte. Kurz vor seinem Tod schreibt er das Drehbuch zu »Treulose« und stellt ihm den Satz von Botho Strauß voran: »Keine Form eines üblichen Fehlschlags, weder Krankheit noch Verfall und auch nicht geschäftliches Unglück bewirkt ein so grausames und tiefes Echo in unserem Unterbewusstsein wie eine Scheidung.«

Die Regisseurin Anna Bergmann ist dem Braunschweiger Publikum gut bekannt. Nach ihrer viel gelobten Inszenierung von Lessings „Miss Sara Sampson“ zeigte sie zuletzt eine gefeierte „Katze auf dem heißen Blechdach“. Zum ersten Mal inszeniert sie nun einen Stoff von Ingmar Bergman. Ihr Interesse gilt hierbei insbesondere der Figur der Isabell. Wie erlebt die Tochter ihre Eltern, ihren aufziehenden Rosenkrieg, ihre Trennung und Scheidung? Wie geht sie mit dem Lebensdrama ihrer Eltern um? Welche Auswirkungen hat deren Rücksichtslosigkeit auf sie selbst, die Tochter?

Die Übertragung des Aufführungsrechts erfolgt in Übereinkunft mit JOSEF WEINBERGER LTD. Bühnenvertrieb: MUSIK UND BÜHNE Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden
 
Die Übertragung des Aufführungsrechts erfolgt in Übereinkunft mit JOSEF WEINBERGER LTD. Bühnenvertrieb: MUSIK UND BÜHNE Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Premiere am 17.01.2013 / WA am 09.10.2013

Kleines Haus


Regie Schauspiel: Anna Bergmann
Bühne: Anna Bergmann, Felicia Schick
Kostüme: Lane Schäfer
Musik: Hannes Gwisdek
Video: Anton Soloveychick, Gregor Dobiaschowski, Franziska Pester
Dramaturgie: Axel Preuß
Theaterpädagogik: Angelika Andrzejewski

Mit:
Marianne Vogler, Schauspielerin: Sandra Fehmer
Markus, Dirigent: Moritz Dürr
David, Regisseur: Tobias Beyer
Isabelle, Mariannes und Markus' Tochter: Ursula Hobmair