Das Ballhaus

Schauspiel ohne Worte
nach einer Idee des Théâtre du Campagnol
Erinnerungen an ein Jahrhundert
Regisseur Stephan Rottkamp und Dramaturgin Christine Besier im Gespräch mit Radio Okerwelle


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Man trifft sich, um zu tanzen, um gesehen zu werden, um Eroberungen zu machen oder einfach, um dem Alltag zu entfliehen. »Das Ballhaus« hat viel gesehen, hat miterlebt, wie Geschichte geschrieben wurde, und es hat Geschichten zu erzählen von kleinen und großen Hoffnungen, von Träumen, Ängsten, wilden Wünschen und unerfüllten Sehnsüchten – ohne dass ein einziges Wort fällt!
Beginnend im Heute lädt »Das Ballhaus« ein zu einer Zeitreise durch die Jahrzehnte: Von der »Stunde Null«, der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, dem Rock `n`Roll der Roaring Fifties, über den Beat der wilden 60er und das »Saturday Night Fever« der späten 70er, führt sie ins wiedervereinigte Deutschland und schließlich ins neue Jahrtausend. Verblüffend, was sich alles verändert im Lauf der Zeit: Auf das »Wirtschaftswunder« der Nachkriegszeit folgt der Aufbruch der Blumenkinder und der politisierten Studenten; auf Prüderie folgt »freie Liebe«; die Hausfrau am Herd wird abgelöst von der erfolgreichen Jungunternehmerin; »Zwei kleine Italiener«, die Tina und Marina in Napoli zurückgelassen haben, um in Germania zu arbeiten, sind der Anfang einer modernen Multi-Kulti-Gesellschaft. Ebenso verblüffend, was alles gleich geblieben ist: Die Suche nach Sinn, die Lust auf Veränderung, die Sehnsucht, nicht allein zu bleiben.
1983 hat der italienische Regisseur Ettore Scola »Das Ballhaus« mit den Schauspielern des Théâtre du Campagnol verfilmt: »Le Bal« wurde bei der Berlinale 1984 mit dem »Silbernen Bären« ausgezeichnet.

Premiere am 18.01.2013

Großes Haus