un|stet / Dating my Memory

Tanzstücke von Ilka von Häfen / Antje Pfundtner
Uraufführungen. Auftragswerke
Nur wer weiß, wo er herkommt, weiß auch, wo er hinwill: So bewegt sich der  Doppelabend von Antje Pfundtner und Ilka von Häfen thematisch zwischen dem Ursprung unserer Biografie als Richtungsgeber für die Zukunft und dem Verlust von Orientierung, wenn die schier unendlichen  Möglichkeiten der Richtungsänderung keine Rückbindung an einen Ursprung mehr haben, im engeren auf den Tanz bezogenen Sinn ein Vergegenwärtigen von Bewegungsgedächtnis einerseits und einer immer schneller rotierenden Spirale im Ergreifen von tänzerischen Möglichkeiten andererseits.  


un|stet 
Tanzstück von Ilka von Häfen

Die Begriffe „stet“ und „unstet“  werden im täglichen Leben im Zusammenhang mit Arbeit, Beharrlichkeit, Zielstrebigkeit oder Entwicklung, Charakter, Lebenswandel benutzt. „Stetig“ im mathematischen Kontext bezeichnet vor allem die Kontinuität von Bewegung. Nicht zwangsläufig bedeutet das, dass sich diese Kontinuität ohne Richtungswechsel vollzieht. Sehr wohl eingeschlossen sein können also Abzweigungen, Umkehrungen oder Änderungen der Dynamik. Die Uraufführung „un|stet“ spielt mit der Sprunghaftigkeit in uns und unserer Umgebung. „un|stet“ ist die Konfrontation mit unberechenbaren Stimmungswechseln. Stetig ist an diesem Wechselbad der Möglichkeiten nur die ständige Veränderung, die in verschiedensten Bewegungsformen aufblitzt.

Choreografie: Ilka von Häfen 
Musik: Michael Haves 
Bühne/ Kostüm: Carolin Roider 



Dating my Memory
Tanzstück von Antje Pfundtner

Ausgehend von der Frage, ob wir uns unsere Erinnerungen aussuchen können und wie sich Vergessen und Erinnerung zueinander verhalten, untersucht die Choreografin Antje Pfundtner verschiedene mögliche Strategien, um das Vergessen der eigenen Biografie zu verhindern und das Verrinnen der Zeit zu verlangsamen. Ihre Auftragsarbeit für Staatstheater Tanz Braunschweig wird sich dabei auch mit dem körperlichen Erinnern von Bewegungen beschäftigen. Das Bewegungsgedächtnis eines Tänzers formt sein Repertoire von Bewegungsmöglichkeiten. Jedoch arbeitet dieses Bewegungs-gedächtnis zum Teil vorbewusst und kann daher nur begrenzt willentlich kontrolliert, unterlaufen oder gar ausgeschaltet werden. Wie erschließe ich mir dieses Bewegungsreservoir?   

Dating: Konzept und Choreografie: Antje Pfundtner
Musik: Sven Kacirek
Bühne/Kostüm: Sabine Kohlstedt, Yvonne Marcour




Uraufführungen. Auftragswerke
Premiere am 04.05.2013 / WA am 08.09.2013

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